Persönliche Sicherheit im Wandel: Die Schweiz steht vor neuen Herausforderungen

​Auch wenn die Schweiz insgesamt weiterhin ein hohes Sicherheitsniveau aufweist, zeigen aktuelle Analysen, dass die Sicherheitslage sich verschlechtert. Der Bericht Nachrichtendienst des Bundes (NDB) mit dem Titel „Sicherheit Schweiz 2025“ macht deutlich: Globale Konflikte, digitale Angriffe und innere Spannungen wirken sich zunehmend auf die Schweiz aus.

Sicherheitslage verschlechtert – relevant auch für das tägliche Leben
Der NDB-Bericht konstatiert, dass die Schweiz derzeit eine «Bedrohungsdichte wie noch nie» erfährt. Es geht dabei nicht nur um klassische Kriminalität, sondern auch um Spionage, Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen und eine erhöhte Terror­ und Radikalisierungsgefahr – etwa durch online radikalisierte Jugendliche.

Was bedeutet das für den Alltag?

  • Obwohl keine umfassenden aktuellen Zahlen zur gesamten Kriminalitätsentwicklung im Bericht ausgeführt sind, zeigt die Analyse, dass Strukturen der Unsicherheit breiter wirken – also nicht nur die bekannten Delikte, sondern z. B. hybride Gefährdungen (Cyber, Spionage, Radikalisierung) gezielter werden.
  • Für Personen bedeutet das: Ein Risiko- und Sicherheitsbewusstsein muss weiterentwickelt werden – nicht nur in klassischen Szenarien wie Einbruch oder Raub, sondern auch im digitalen Raum, in öffentlich- zugänglichen Orten und im Hinblick auf gesellschaftliche Spannungen.

Warum diese Verschlechterung?
Mehrere Faktoren liegen der Entwicklung zugrunde:

  • Die globale Konfrontation – insbesondere zwischen den USA und China – beeinflusst auch die Schweiz durch Spionage- und Technologietransferrisiken.
  • Cyber- und hybride Angriffe werden zunehmend als Mittel staatlicher oder nichtstaatlicher Akteure genutzt, mit gezielten Angriffen auf Infrastrukturen und Unternehmen.
  • Im Bereich der Inneren Sicherheit beobachtet der NDB eine erhöhte Online-Radikalisierung von Jugendlichen – mit potentiellen Folgen für Gewaltdelikte oder Terrorakte.

Fazit: Wachsam bleiben – mit einem realistischen Blick
Die Schweiz bleibt im internationalen Vergleich sicher. Gleichzeitig ist klar: Die Sicherheitslage entwickelt sich – und zwar nicht unbedingt zum Besseren. So ist es nicht ausreichend, auf «das war schon immer so» zu vertrauen. Vielmehr brauchen wir eine differenzierte Wahrnehmung dessen, welche Risiken heute stärker relevant sind.

Für uns als piusicur bedeutet das: Es gilt nicht nur, Bewusstsein zu schaffen – sondern auch das Umfeld zu stärken, in dem persönliche und kollektive Sicherheit möglich bleibt.