Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 des Bundes zeichnet ein ambivalentes Bild: Insgesamt wurden 554’963 Straftaten registriert, was einem leichten Rückgang von 1,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Auf den ersten Blick scheint sich die Sicherheitslage damit zu stabilisieren. Insbesondere Vermögensdelikte – darunter Diebstähle – sind zurückgegangen. Doch dieser positive Trend darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass gleichzeitig die schweren Gewaltstraftaten um 8,1 % zugenommen haben.
Besonders alarmierend ist der Blick auf die Tötungsdelikte: Mehr als 60 % der Fälle ereignen sich im häuslichen Umfeld, häufig innerhalb von Partnerschaften oder Familien. Dies unterstreicht, dass Gewalt nicht nur ein öffentliches, sondern vor allem ein gesellschaftliches und zwischenmenschliches Problem ist.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die digitale Kriminalität. Zwar ist sie zahlenmässig weniger stark vertreten als klassische Delikte, doch sie betrifft zunehmend verletzliche Gruppen – etwa ältere Menschen oder Minderjährige – und zeigt neue Formen von Ausbeutung wie Online-Betrug oder Sextortion.
Einordnung aus Sicht von piusicur
Für den Verein piusicur bestätigen diese Zahlen eine zentrale Erkenntnis: Sicherheit entsteht nicht allein durch Strafverfolgung, sondern vor allem durch Prävention, Aufklärung und gesellschaftliche Verantwortung.
Die Statistik zeigt:
Gewalt entsteht oft im sozialen Nahraum – Prävention muss deshalb früh ansetzen, insbesondere in Beziehungen und Familien.
Digitale Risiken nehmen zu – Medienkompetenz und Sensibilisierung gewinnen weiter an Bedeutung.
Rückgänge bei gewissen Delikten dürfen nicht zu falscher Sicherheit führen – entscheidend ist die Schwere und Dynamik der Straftaten, nicht nur deren Anzahl.
piusicur setzt sich genau hier ein: für eine Kultur des Hinschauens, für den Schutz besonders gefährdeter Personen und für konkrete Präventionsarbeit im Alltag.
Fazit
Die Kriminalstatistik 2025 zeigt Fortschritte – aber auch klaren Handlungsbedarf. Weniger Straftaten insgesamt sind ein positives Signal. Doch der Anstieg schwerer Gewalt und die anhaltende häusliche Gewalt verdeutlichen: Prävention bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe.
Oder anders gesagt: Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein gemeinsamer Prozess.